Auf der Suche nach meinem eigenen Weg, nach meinem Ich, liegen tausende von Gedanken wie ein Berg vor mir. Sie sind alle gut und richtig und ich bin dankbar der Fülle- jedoch, welches davon sind auch die meinen?

Gut und böse, Egoist und Gemeinschaft möchten immer ein neues Verstehen von mir. Ich glaube, dass der Mensch dies alles in einer Person ist und all das auch bis ins extreme ausleben kann.

Jedoch füge ich all dem einen weiteren Gedanken bei, der den Egoist in seinem vermeitlich bösen Tun erklärt, wann dieses Verhalten von ihm selbst gefordert wird, denn:

ich glaube, dass der Mensch in seinem Leben die größere Tendenz zum guten Gemeinschaftswesen in sich trägt. Gelangt er aber in extensielle Konkurrenz- und Überlebenskämpfe, gleich ob materiell, seelisch, manipuliert oder suggeriert, fordert das egoistische ihm im Überlebenskampf alles ab.

Der Sinn dieses Gedanken liegt darin, nicht dem egoistischen und dem Bösen die Stirn zu bieten, denn das liegt glaube ich manifest in uns, sondern sich aus den Gefahrenzonen der Überlebenskämpfe herauszunehmen.

Sowohl das eine als auch das andere kostet immer viel Kraft, der Überlebenskampf wie auch das sich in neue Lebenssituationen hinverändern. Warum dann nicht direkt den Weg des veränderns wählen? Das ist höchstens der Kampf mit sich selbst.

Wer allerdings den Kampf für seinen Adrenalinspiegel braucht - es gibt doch Bungee.

“In einem Modellversuch am Knappschaftskrankenhaus der Kliniken Essen-Mitte, Abteilung Naturheilkunde und Integrative Medizin, wurde ein Konzept entwickelt, dass Schulmedizin, Naturheilkunde und amerikanische Mind-Body-Medizin verbindet.

Nach diesem Ansatz hat Krankheit immer drei Ursachen:

  • Eine biologische Ursache (z.B. eine spezielle genetische Disposition oder ein Virus)
  • Eine psychologische Komponente (z.B. Stress oder Probleme mit der eigenen Persönlichkeitsstruktur)
  • Eine soziale Komponente (z.B. die Familiensituation oder Probleme auf der Arbeitsstelle) “

So einfach ist das. Sieht aus, wie zufällig im Netz gefunden. Der Beitrag könnte ein “Lesezeichen” wert sein.

Heute sind Peter und ich wieder in einem unserer schönen Leipziger Parks gewandelt. Die guten Theorien, die wir dabei entwickeln, bedürfen jetzt nur noch einem: Der Umsetzung.

Autonomie - das ist dabei ein Schlüsselbegriff für mich, weil Abhänigigkeiten, egal von welcher Seite, mich oder den anderen Dinge tun lassen, die ich eigentlich nicht wirklich tuen will. Wer sich davon frei sprechen kann, hat nach meinem Empfinden schon eine große Distanz zu seinen eigenen Ängsten schaffen können.

Authentisch - so sein zu können, wie man ist. So angenommen zu werden, mit dem was man kann und was nicht. Und auch der Andere. Hat er nicht auch den Wunsch, nicht immer fragen zu müssen: Ist das jetzt alles echt? Was verbirgt er? Welche Maske trägt er? Welch unnötigen Energien verschleißen sich in diesen Fragen, welch falsche Antworten werden gefunden - die es sonst gar nicht zu suchen gäbe.

In diesen beiden Begriffen liegt für mich der Schlüssel zu den wahren zwischenmenschlichen Beziehungen. Weil sie nichts verbergen - nichts fordern. Auf Augenhöhe begegnen. Annehmen und angenommen werden.

Kein leichtes Programm - denn wir sind von der Gesellschaft für die Gesellschaft geformt. Gesellschaft will ein funktionieren. Das Individuum will agieren. Individuum und Gesellschaft stehen sich so konträr gegenüber wie Tag und Nacht, und doch kann das eine ohne das andere nicht sein.

In meinen Beiträgen stelle ich öfters fest, dass mich Irgendetwas beschäftigt und ich versuche, diesem in meinem Beitrag näher zu kommen. Dabei habe ich auch schon die eine oder andere Erklärung oder Lösung gefunden und beschreibe diese auch, doch insgesamt bleibt der Beitrag in sich unvollständig. Was das „Fehlende“ zur weiteren Vervollständigung ausmacht, weiß ich dabei nicht.

Diese halbrohen Auseinandersetzungen werden, nach meinem Verständnis, erst durch die Gedanken und Kommentare der Leser zu einem bekömmlichen und verdaulichen Gericht. Es geht mir bei vielen Beiträgen darum, dem Leser zu zeigen: An diesem Thema stricke ich jetzt und das, was ihr lesen könnt, ist mein Stand der Dinge. In diesen Themen sind Kommentare nicht mein Wunsch nach Anerkennung. Es ist, wenn auch nicht ausgesprochen, meine Bitte, mich einer Lösung näher zu bringen, im Idealfall sogar der Lösung selbst.

Kommentare sind also eine Ergänzung der Denkmodelle, wobei jeder nicht geschriebene Kommentar mir eine Erweiterung vorenthält. Dies ist das eine, was der Kommentar dem Beitragsschreibenden schenkt. In meinen Kommentaren, die ich wiederum schreibe, beschäftige ich mich mit dem Thema das mich angesprochen hat, und dabei komme auch ich in meiner Welt meinen Lösungen näher.

Dies, bis hierher, alles nichts Neues, was jeder schon wusste. Dennoch möchte ich Kommentare in diesem Beitrag in zwei klare und verschiedene Kategorien trennen:

Das eine sind die, die den verschiedenen Bestrebungen nach Anerkennung nachkommen – das andere, die dem verstandenen Wunsch des Schreibers und des Lesers nach Erweiterung „dienen“.

So erfahre ich erst häufig durch Kommentare, wie groß das Feld noch ist, das es zu beackern gilt. Es bleibt also noch viel Arbeit, den rohen Stein zu behauen.

Den Beitrag, den ich an dieser Stelle geschrieben hatte, möchte ich nochmals bearbeiten. Da mir das Thema wichtig ist, hat er mehr Sachlichkeit verdient.

Als erstes ein kleines Dankeschön an Fragezeichner, bei dem ich etwas Luft ablassen durfte. Nun, mit etwas mehr Ruhe im Bauch, zu Sergio Bambaren und Paulo Coelho.

Es ist schon einige Jahre her, als ich beide las. Der eine erweckte meine Träume, der andere half mir auf dem Weg, in eine neue persönliche Selbständigkeit zu gehen. Sie waren für mich wertvolle Begleiter, als ich das Tor meiner midlife-crisis aufstoß. Immer noch, bin ich auf diesem Weg.

In seinem neuen Buch, “Die Rose von Jericho”, erzählt Bambaren von seiner Krankheit, die ihn aus seinem Schriftsteller-Himmel jäh runter in seinem persönlichen Lebens-Tiefpunkt riss. Meine Tochter hatte das Buch gegriffen, um die Langeweile der letzten Tage vor Ihrer Niederkunft zu überbrücken. So fand das Buch über DHL von Mannheim nach Leipzig seinen Weg zu mir - einem äußerst kritischen Leser des Inhalts.

Bambaren, bis dahin Agnostiker, überwand seine Krankheit mit dem 12-Schritte Programm der AA und seiner Hinwendung zur Spiritualität. Das Buch(lein) erzählt von den 12 Schritten und wie analog zu ihm andere ihren Weg aus ihren Krankheiten fanden - den Weg zur geistigen Genesung.

Gemäß dem Programm ist sein Buch die Hommage des 12. Schrittes: “Gib es weiter”.

Und so stellen sich mir wieder viele Fragen, auch die unserer Blaupause. Was bewegt uns, was wollen oder meinen wir klären zu müssen und was nicht, was gibt uns Ruhe und Frieden - was hemmt uns, unseren Weg zu sehen und gehen zu können?

Diese Fragen scheinen in uns zu sein und richten sich unüberhörbar an uns, wenn leider nicht alle von uns das Geschenk dieses Hörens empfangen durften. Vielleicht ist das Geschenk des “Hören können” auch nur das, das es das Schicksal gut mit uns meinte, und wir das, was wir hören können, verkraften werden. Für andere Schicksale ist es vielleicht vorbestimmt, besser und überlebenswichtig, taub dafür zu bleiben.

Und so wie der Jakobsweg ein spirituell, meditativer Weg zu sich selbst ist, so ist es auch das Programm der AA - denn es geht um eins:

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann

und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.


und irgendwelche energetischen Kräfte haben es gerichtet, oder auch was sonst, egal.

Ein langjähriger Mitarbeiter, der Zweitbeste den ich jemals hatte, hat mich in der größten Not von jetzt auf gleich sitzen lassen. Was sagt man dazu?

Danke.

So, jetzt aber wieder rasch an die Arbeit. Die nächsten 6 Wochen sind knüppeldicke voll.

als wäre er für mich gemacht. Und weil ich ihn so schön finde, lade ich jeden, der auf diese Seite kommt, zu zwei kleinen Ausflügen ein:

- für Elivs` Fans und für

- Fussballfans

Viel Spass.

und ich sag dir, was du liest.

Dies fiel mir jetzt auf, hat doch die Blogospähre ihren eigenen Stil entwickelt, den auch ich angenommen habe. Kein Thomas Mann oder Goethe, tänzerisch und verspielt. Nein- nett, freundlich, höflich. Informationen werden gegeben, viel auch über sich selbst, was man denkt, fühlt, versteht und nicht.

Der Hochgenuß der sprachlichen Kunst und der Freude daran behält seinen Platz in den Büchern. Hier ist es einfach Alltags-menschlich, auf einem mir symphatischen Niveau. Ich mag das.

Mit meiner eigenen Entwicklung, wurde mir ein Blick in die Zukunft möglich. Es ist meine rein “persönliche” Zukunft und meine rein “persönliche” Entwicklung, also keine technische oder chemische Konstruktion. Diese Entwicklung entstand aus einer veränderten Sichtweise meines Apparates, wie Freud unser Gehirn meist nannte. Entsprungen dem biologischen Fortgang - dem älter werden - sehe ich einiges neu, oder anders oder auch nicht mehr.

Gesehen habe ich meine Zukunft, als ich meinen Vater die letzten vier Tage begleitete, auf dem von ihm gewünschten Weg, ins Altenheim. Er nennt es: Das Hotel.

Das Leben ist ein Kreislauf. Es scheint mir, wie wir kommen, so gehen wir. An die Kindheit erinnert es, wenn aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen mit Gehhilfen oder Laufwägelchen die Räume durchschritten werden. Wenn oft nachgefragt wird, ob das Gesagte auch tatsächlich verstanden wurde. Wenn stolz erzählt wird, was man (noch) besonders gut kann und dadurch doch noch einen Tick anders ist, als der Nachbar, der dazu nicht mehr in der Lage ist. Vielleicht haben diese Ähnlichkeiten zwischen Kindheit und Alter auch etwas symbolisches.

Wenn man angefangen hat Fragen zu stellen, lieber Fragezeichner, werden auch diese Fragen eines Tages gestellt. Man kann sich Ihnen nicht entzieh`n - wohl eine zeitlang verdrängen. In alledem sehe ich aber auch die große Chance, durch die Realität die dabei sichtbar wird, Zukunft und Leben bewusster wahr zu nehmen, vielleicht sogar zu gestalten.

Es zählt dabei für mich nicht die Zeit, die im Sandglas verschwindenden Sekunden. Der Augenblick sollte zählen und die in ihm liegende Stille.

 

Juli 2008
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