Warum wir tun, was wir tun – oder – Warum wir nicht tun, was wir gerne tuen würden.
Jeder Mensch sieht die Dinge aufgrund seiner Lebenserfahrung anders. Was für mich die Neuerfindung des Rades ist, ist für einen anderen selbst verständlich. Vieles fühlt man im Unbewussten richtig, aber man kann es nicht erklären.

z.B. WACHSEN. Der kleine Peter saß mit seinen Eltern im Garten und der 4. Geburtstag wurde gefeiert. Die Hauptaufmerksamkeit galt den Fliegen und Wespen, die vom Kuchen auch Ihren Anteil haben wollten. Da schlug der kleine Peter zu und wurde gestochen. Es tat weh, er weinte und hatte seitdem große Angst vor Fliegen und Wespen. Als dies seine ältere Schwester bemerkte sagte sie ihm, dass nur Wespen stechen können, und Fliegen nicht. Erst durch diese neue Information, die ihm bisher fehlte, verlor er die Angst vor den Fliegen. ERFAHRUNGEN sind es, durch die wir lernen. Das hat auch Norbert auf seiner Seite schon sehr schön formuliert.

z.B. MOTIVATION. Das Motiv. Günther war schon in der 7. Hauptschulklasse, aber das schreiben war nicht sein`s. Kein Bock. Mittlerweile hatte er sich schon so gut mit diesem Handicap arrangiert, dass es schon keins mehr war. Dann erreichte Günther die erste große Liebe, leider für nur sehr wenige Monate, denn sie zogen weg. Eine Lehrerin bemerkte, dass Günther niedergeschlagen war, und fragte ihn, was los sei. Günther erzählte es ihr, und die Lehrerin gab ihm den Ratschlag, ihr doch zu schreiben. „Wie dann, ich kann doch gar nicht schreiben!“, antwortete er. „Weißt du, Günther“, sagte daraufhin die Lehrerin, „ich kann es dir beibringen.“ 2 Monate später schrieb Günther seinen ersten Liebesbrief.

Manchmal müssen erst ganz bestimmte, und für jeden Menschen andere Dinge, sich richtig ineinander fügen, bis der Schlüssel zu einer neuen Türe passt. Solche Erlebnisse sammele ich am liebsten, Schlüsselerlebnisse.