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Seit etwas über 7 Jahren bin ich in einer Selbsthilfegruppe. Die 3 Hauptmerkmale darin sind für mich: das Gleiche Problem, das gleiche Lösungsmodell, der unterschiedliche und individuelle Weg des Einzelnen zu seinem Ziel.
Ein Thema über das wir öfter sprechen ist das Annehmen, der eigenen Fähigkeiten und Unfähigkeiten. Annehmen will ich mich, so wie ich bin, und nicht so, wie die Gesellschaft mich gerne hätte.
Das sind für mich zwei verschiedene Dinge. Sich in der Reihe beim Bäcker hinten anstellen, das ist o.K., so funktioniert das Zusammenleben in der Gemeinschaft. Aber wenn ich sehe, wie es am Check-in Schalter manchmal zugeht, an den Abendkassen um die letzten Karten gerangelt wird – ja, das kann ich fühlen, auch so könnte ich sein.
Monogamie ist dabei nicht ein Thema, das mich heute drückt – aber ein ungeklärtes. Es hätte auch jedes andere sein können. Ich möchte gerne wissen, wenn ich etwas annehme, bin ich es wirklich?
Und von hier ist es nicht weit zum Begriff der Treue, und des „Trau dich“. Ich glaube, das die sprachliche Verwandtschaft kein Zufall ist, zwischen „Treue“ „Traue“ dich und „Trauer“.
Wer und was bin ich?
Seit etwas über 7 Jahren bin ich in einer Selbsthilfegruppe. Die 3 Hauptmerkmale für mich darin sind: das gleiche Problem, das gleiche Lösungsmödell, der unterschiedliche und induviduelle Weg des Einzelnen zum Ziel.
Oft wird dabei über das Annehmen der eigenen Person gesprochen, in seinen Fähigkeiten und Unfähigkeiten. Ich kann mich nur so annehmen, so wie ich bin. Und dazu gehört nicht, so zu sein, wie mich die Gesellschaft gerne hätte.
Aus diesem Grunde versuche ich zu erfragen, wie ich bin – denn nur so will ich mich annehmen. Monogamie ist dabei nicht ein drückendes Thema in mir, aber ein ungeklärtes – es hätte auch jedes andere sein können.
Darin schließt sich der Begriff der Treue an, in dem “ Trau dich“, denn die Gleichheit ist zu offensichtlich, zwischen „Treue“, Traue“ und „Trauer“.
Wie und was bin ich?
Unser Cafe in Leipzig, wo wir heute weiter diskutiert haben. Unser Philosoph Peter mit dem weißen Rauschebart meinte, Wölfe und Störche würden monogam leben. Ich fand, das man einem Freund so nicht in den Rücken fällt und bat unseren Jüngsten, Jac, um eine journalistische Rechereche: Wenn das stimmt, warum um himmelswillen gibt es dann immer noch das älteste Gewerbe der Welt?
P.S.: Das wir annähernd gleichfarbige Hemden tragen hat nichts mit Leipzig, und auch nichts mit unserer politischen Gesinnung zu tun. Ich versichere, das war wirklich nur ein“dummer“ Zufall.
