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hat mir ein „Betroffener“ im Kommentar mitgeteilt, daß er sich meiner sorgt. Meine hier geöffnete Privatspähre und demontage derselben wie auch Anderer seien bedenklich. Seine Besorgnis nehme ich als aufrichtig an, seine Sicht der Dinge mag stimmen.
Trotzdem ein Anlaß für mich, über Anonymität zu schreiben – aus meiner Sicht, auf meinem blog, mit meinen Admin-Rechten.
Auf meiner blogroll links ist der link „Wie konnte das…(geschehen)“ zu sehen. Immer wieder versuche ich mich, mit dem Geschehen des Holocaust auseinanderzusetzen. Dabei habe ich für mich zwei große Themen erkannt:
1. Zivilcourage
2. Anonymität Read the rest of this entry »
fühlt es sich an, wenn die Wünsche und Träume, die man leben und erleben möchte, sich nicht zeigen wollen.
Die 5 Stufen der Bedürfnisspyramide nach Maslow habe ich kennen gelernt. Die ersten 4 Stufen sind noch Selbstläufer, fast mühelos und wie selbstverständlich wird man hinaufgetrieben. Die 5. und letzte Stufe „Selbstverwirklichung, mit dem suchen nach Ethik, Glauben, Güte, Philosophie, Talent, Induvidualität scheint mir manchmal, ein Faß ohne Boden zu sein.
Diese Stufe hat ihre eigene Ruhe. In den vielen Gedankenschleifen vermischen sich die Themen immer mehr, werden zu einem Großen. Was ich dabei vermisse, ist – das Feuer, das ich so gerne spüre, die brennende Begeisterung, wenn Träume wahr werden wollen.
Ich muss jetzt unwillkürlich auf das Foto oben schauen, es ist schön, farbenprächtig, geheimnisvoll liegen im Dunkeln die Wunder dieser Erde, und doch ist es eins: Abendrot
Andrea hat über Nächstenliebe geschrieben und, – für sich selbst gut zu sorgen. Ein guter Anlaß, mal wieder darüber nachzudenken und dass hinzuzufügen, was sich angesammelt hat.
„Für sich selbst gut zu sorgen“ ist, glaube ich, oft der erste Anfangspunkt, wenn man mit den Fragen nach dem Grundsätzlichem beginnt und für Veränderungen bereit ist. Denn, da hat Andrea Recht, es ist ein anderes und neues Denkmuster, für sich selbst gut zu sorgen – so jedenfalls, auch aus meinem Werdegang.
In den Selbsthilfegruppen habe ich versucht, diesen Satz zu leben, wie auch das andere Gedankengut von Bögle, das oftmals so in den Sucht-Selbsthilfegruppen, ja, fast schon exeziert wird. Das dieses Gedankengut wohl allgemein stimmig ist liegt vielleicht daran, daß wir alle irgendwelchen Süchten unterworfen sind. Auf jeden Fall halte ich diesen ersten Schritt für richtig, denn irgendwo muss man ja anfangen.
Aber ganz so einfach ist das nicht, denn jeder Mensch ist nicht alleine im Universum. Wir leben in einer Gemeinschaft, materiell und spirituell, und sind aufeinander angewiesen. Mir geht es nicht gut, wenn es meinen liebsten Angehörigen nicht gut geht. Das kann an mir liegen, genauso gut aber auch an vielen anderen äußeren Umständen, die ihren Grund nicht in meiner Person haben.
Das es mir selbst gut geht bedeutet also auch, zu akzeptieren, dass nicht jeden Tag die Sonne scheinen kann – wenn ich auch das akzeptieren „könnte“, dann würde ich gut für mich selber sorgen und dann würde es mir auch immer selbst gut gehen.
Aber ich kann`s nicht.
„Nicht tun zu müssen- was man nicht will“, ist das Freiheit?
„Was man nicht will“ – steht davor meist nicht eine Aufforderung, etwas zu tun?
Und dies dann nicht zu tun, nicht tun zu müssen – ja, das ist Freiheit. Wobei diese Aufforderung/Anforderung von einer anderen Person oder Situation gestellt werden kann, oder auch von sich selbst an sich selbst.
Wie ist das dann mit den Auf- und anforderungen, die man an sich selbst stellt?
Ich sollte also heute abend noch unbedingt einen Spaziergang machen, für mein körperlich und geistiges Wohlergehen. Ich will aber nicht. – Dennoch bin ich frei. – Weil ich nicht tun muss, was ich nicht tun will – trotz einer unklugen Entscheidung, begründet in meiner Bequemlichkeit, dem Sieg meines inneren Schweinehundes.
Freiheit zu haben – und Freiheit zu nutzen, das erscheint mir in diesen Gedanken einen Unterschied darzustellen.
Somit könnte in dem Gedanken „frei sein heißt, das tun zu können was ich will“ auch liegen, dass ich „spazieren gehen kann, wenn ich es will“ – wobei ich mit Wille meine, daß dieser Wille zum spazieren gehen stärker ist als mein Schweinehund mich vors Fernseh zwingt.
Freiheit wird somit auch etwas, was nicht einfach da ist, sondern man sich dessen auch bewusst werden muss. Es hat also mit Verantwortung, wie Berend schon sagte zu tun, und mit bewusster Entscheidung.
In beidem liegt je nach Sicht der Dinge etwas Wahres:
„Tun zu können ( stark genug sein und sich aufrappeln) – was ich will ( was für mich am besten ist, nicht am bequemsten) – und
„Nicht tun zu müssen, was ich ich nicht will“ – auch das, ist eindeutig richtig.
bin ich, aber dabei so schwerfällig wie ein Mammut.
Noch vor einer Woche hätte ich gewettet, dass es nicht so wichtig ist, ob man einen Menschen hinter den Beiträgen kennt oder nicht. Worte, sollten sie noch so aufrichtig, gefühlvoll, ehrlich geschrieben sein – es sind eben doch nur Beschränkungen – auf 500 – 1000 reduzierte Ausdrucksmöglichkeiten des hoch komplizierten Wesen Mensch.
Ohne Zweifel bleibt zwar die große und wertvolle Möglichkeit des Austausches im blog, ich sehe sie aber neu. Besonders dahin, dass ich mich anders mit den Beiträgen auseinandersetze, wollen sie mir etwas sagen.
In diesem Geständnis, dass ich meine eigene Wette verloren hätte – ich mein innerliches Sträuben fühle und mich nur dadurch zur Wehr setzen kann, indem ich es hier niederschreibe – beobachte ich meine auch im alltäglichen Leben festzementierten Grundsätze. Ich dachte immer, ich wäre flexibeler – ich bin es, aber nur äußerlich. Ich nehme auch dies als große Erfahrung mit, deren Stellenwert ich im Moment nur entfernt erahnen kann.
Und, so glaube ich auch daraus erfahren zu haben, je sicherer und überzeugter ich für etwas eintrete und argumentiere , je größer ist meine eigene, und damit überspielte und tief in mir sitzende, Unsicherheit.
Wo ich wirklich sicher bin, so meine ich, fällt mir ein leichter, geschmeidiger nach allen Seiten offener und korriegierbarer Umgang nicht schwer. Denn, wenn ich mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehe, ist es egal, ob ich einen Meter weiter links oder rechts stehe. Stehe ich aber nah am Abgrund – würde ich mich für alles Geld der Welt nicht einen cm bewegen: Aus Angst.
Hätte ich einen meiner vielen Wünschen frei, „Disziplin“ würde ich mir wünschen. So richtig wie im Märchen, mit Hokuspokus, ein, zwei, drei und – fertig. Meine fehlende Disziplin, die ist an allem schuld, jawohl, genau die, und an allem
).
Hätte ich zumindest nur ein wenig Disziplin, könnte ich mit etwas Disziplin mich disziplinieren. Schon morgens beim aufstehen, nur ein viertel Stündchen früher – was könnte ich alles mit diesem viertel Stündchen anfangen? Das wären in der Woche schon über ein ein halb Stunden, im Jahr schon fast 4 Tage a 24 Stunden. Diese Zeit würde für die gesamte Buchhaltung eines Jahres reichen, incl. Steuererklärung.
Ein viertel Stündchen früher – und die Buchhaltung würde sich wie von selbst erledigen. Aber nun schlafe ich doch auch so gerne. Mein Gott – was für Gewissenskonflikte in mir toben.
Nun, ich sehe ein, ich bin immer noch nicht reif für das Thema. Ich versuch`s nächstes Jahr noch mal.
mit nicht so poetischen Worten, wie du sie mir geschickt hast, möchte ich dir, lieber Peter, zu deinem Geburtstag, heute, am 19. Janaur 2008, von ganzem Herzen gratulieren. Jeder Versuch, es dir gleich zu tun, wäre nicht ich – wäre falsch.
Weißt du eigentlich, dass wir beide noch nie gestritten haben? Vielleicht leben wir in unserer Freundschaft unser eigenes Vorbild vor, wie wir einmal sein wollen, wie es einmal sein wird.
Ich hoffe, dass wir beide noch viele Jahre auf unseren Spaziergängen üben dürfen, uns gegenseitig dabei unseren Träumen und Wünschen näher zu bringen.
Sei umarmt, wo immer auf dieser Welt dich diese Zeilen erreichen.
Menachem
Manchmal brauche ich sehr lange um zu verstehen. Der richtige Moment, die richtigen Worte, die Bereitschaft – paßt alles, klappt`s.
Wir hatten ein kleines bloggertreffen in Leipzig, JAC, Liebesblüte, Wandelgänge und ich. Über CQM sprachen wir, und erst später habe ich den Sinn begriffen.
Sich mit dem vergangenen zu beschäftigen, bindet Energie.
Will man aus dem vergangenen lernen und projeziert es deshalb zur Fehlervermeidung in die Zukunft, bindet man wiederrum Energien – Energien, die für das „jetzt“ nicht zur Verfügung stehen.
Um dann aber mit dem vergangenen doch noch gut abzuschließen, gibt es die „Vergebungszeremonie“. Ich verstehe sie als die Möglichkeit, mit dem minimalsten Energieaufwand diesen Zeitabschnitt abzuschließen. Das es dabei zu heftigen Reaktionen kommen kann, ist einsichtig und nicht auszuschließen.
Danach allerdings scheint es auch für mich als folgerichtig, seine ganze Konzentration und Energien auf das „jetzt“ bündeln zu können.
Zum „jetzt“ hatte ich noch nie eine bewusste oder besondere Verbindung. Alles, was ich mache, mache ich im jetzt – so war mein Gedanke. Aber wenn ich mich „jetzt“ mit Vergangenheit auseinandersetzte, bin ich auch in der Vergangenheit – dort gehen meine Gedanken hin, dort verbleiben sie.
Oft habe ich mich gefragt, was reden die alle vom „im jetzt“ leben? Konnte keinen Zugang zu den Aussagen und Gedanken finden. Heute bin ich dem ein großes Stück näher gekommen. Mal seh`n, was daraus wächst.
sind es im besten Fall, oft nur 2,95 Euro/Stunde.
Im Namen und Auftrag des Volkes wurde das mit 5 Millionen Arbeitslosen überlastete Arbeitsamt durch die Einschaltung von Zeitarbeitsfirmen entlastet. Mit Kopfgeldprämie oder im Fachjargon „Vermittlungsschecks“ stürzten sich diese auf ihre neue Aufgabe und rannten den großen Firmen die Bude ein.
Die großen Firmen waren begeistert. Zeitarbeitnehmer – was für eine tolle Erfindung. Kein bezahlter Urlaub, keine teure Urlaubs- oder Krankheitsvertretung, keine Kündigungszeit, kein Arbeitsgericht, keine Abfindung für die Kleinen, keine teuren Lohnbüros und Lohnbuchhaltungen, keine Lohnsteuerprüfungen mehr und vieles, vieles mehr.
Unter der Androhung durch Auslagerung ins Ausland entschlackte man kräftig, entledigte sich der großen Rechtsgefahren, die mit Arbeitnehmern verbunden sind. Read the rest of this entry »
seit längerem sehe ich Veränderungen auf mich zu kommen. Wieder mal. Bequem hatte ich es mir in meiner beruflichen und privaten Hängematte eingerichtet.
Es ist so, wie wenn man von weitem den Zug kommen sieht und noch die wärmende Sonne so lange wie möglich genießen möchte. Dann heißt es „aufsteh`n“ und „einsteigen“, Abschied nehmen – einem neuen Ziel entgegen.
Die letzten Minuten in der warmen Sonne habe ich mit geschlossenen Augen in mich gekehrt verbracht. Habe über Moral, Zufall, Glaube, Liebe, Dankbarkeit nachgedacht. Die vorbeigehenden Menschen haben mich in der Sonne liegen sehen, wollten mich nicht stören, sind an mir vorbei gegangen, stumm – haben mir diese Momente der Ruhe gegönnt.
Jetzt muss ich mich wieder in den Strom der Reisenden einreihen. Das Ziel ist weitgehenst bekannt
Anstellen, Fahrkarte kaufen, einsteigen – mir wieder auf dieser Teilstrecke einen guten „Platz“ suchen. Früher hätte ich noch hinzugefügt: „In der Hoffnung angenehme Mitreisende zu treffen“. Heute sage ich: Wenn ich an allem wieder richtige Lust gefunden habe, werden es mir die Mitreisenden ansehen und mich mit einem Lächeln auf ihrem Gesicht einladen, bei Ihnen Platz zu nehmen.
Nette Mitreisende gibt es immer – und ein Platz dazwischen ist immer frei. Vielleicht nicht im ersten Wagon, aber mit Sicherheit im zweiten oder dritten.
Ich bin dann mal weg.
