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trage ich, auch hier. Christa schreibt in ihrem blog dazu. Es gibt gute Gründe und Eklärungen für Masken, aber ich mag sie nicht, und besonders nicht an mir, denn – unter dieser Maske verbirgt sich meine Angst, die ich mich zu zeigen nicht getraue.
Was ist, wenn jemand meine Angst erkennt? Was geschieht mit dem Schwachen?
Bei den Eskimos, so habe ich gelesen, war es möglich, dass die Alten und Schwachen alleine zurück gelassen wurden, wenn der Winter streng, die Nahrung aufgebraucht war und sie weiter zogen. Auf der Suche nach neuen Fischgründen wurden die verbliebenen Vorräte und Kräfte streng eingeteilt – es galt, das Überleben der Starken und Kinder zu sichern. Alles, was diesem absolut obersten Ziel entgegenstand, blieb aussen vor. Nie wusste man, wann ist der Winter da, da man selbst zu den Schwachen und Allein zurückgelassen gehört. Den Zeitpunkt hierfür konnte man nicht selber bestimmen. War er da – war er da.
Die Natur schreibt in ihrer Einfachheit klare Gesetze, die in den Versuchen sozialer Wirtschaften unsichtbar werden- aber fühlbar, vielleicht im unbewussten, bleiben sie vorhanden.
Eine meiner vielen Masken stellt mich als den Starken dar, der noch nicht zu den „zurück zu lassenden Schwachen“ gehören will. Die Masken sind so bunt, verschiedenartig und farbenprächtig, wie ich sie mir aus dem alten Vendiger Karneval vorstelle.
So sind die Gesetz der Natur. Wann hat es der Mensch jemals geschafft, sich diesen erfolgreich zu widersetzen? Geht das überhaupt? Gibt das einen Sinn?
Sich diesen zu widersetzen, bedeutet das nicht, Naturgesetze beugen zu wollen? In ihrer Einfachheit scheint eine Härte zu liegen, deren akzeptieren ich mir in meiner verwöhnten Wohlstandsgesellschaft gar nicht mehr vorstellen kann. Und bedeutet das nicht auch, mich dem wirklichen Leben nicht mehr stellen zu können, mich von ihm zu entfernen – hinein in eine Scheinwelt?
nicht nur als Jugendlicher, wollte ich diese erkunden. Wirklich zu wissen, wo sind sie. Den Himmel berühren, nein, ihn durchstoßen, „über den Wolken“ neben Zeus, hinunterschauend, berauscht.
Vor wenigen Tagen, bevor ich zum Messe-Showlaufen antrat – waren sie mein Ziel, in Amsterdam. Eine nahezu unlösbare Aufgabe wollte ich wider des gesunden Menschenverstandes bezwingen.
Vorweg – es ist nicht schön, es ist nicht berauschend – und Zeus hat von alledem keine Ahnung, was es heißt, von hier unten in diese Höhen hinaufaufsteigen zu wollen.
Und dabei ist es ganz einfach. Grenzen erfahren, kann ich nur, indem ich sie überschreite. In der Grenzüberschreitung liegt die Grenzerfahrung.
Und es ist wie immer. Man hätte es mir hundertmal sagen können, ich hätte es tausendmal verstehen können – und doch musste ich es selbst erleben um zu verstehen, zu begreifen. Man kann Menschen einfach nicht erklären, was eine „heiße“ Herdplatte ist – man MUSS sie berühren – und im Moment der Schmerzerfahrung ist alles klar, ist alles verstanden.
Gleich, ob beruflich gezwungen, freiwillig in persönlichem Euphorismus oder in zwischenmenschlichen Beziehungen – für mich war es ein jähes Erwachen, durch die Grenze zu stoßen.
Es liegt aber auch ein „endlich“ darin, sie erreicht zu haben. Nicht mehr kräftezerrend suchen – und doch, im Erkannten liegt auch Wehmut. Dieses Ziel ist erreicht, dieser Weg ist gegangen – zu Ende.
Seltsam, – nicht mein Geist hat mir die Grenzen aufgezeigt, von dem ich ich es erwartet hätte. Mein Körper hat sie mir gezeigt – mein Herz. Und dies nicht metaphysisch – sondern physisch real. Es hat sich klar und deutlich gemeldet und gesagt: Wähle!
Ich habe gewählt und mich entschieden. Die Wahl fiel auch auf das hier „weiterschreiben“ wollen.
elegant und ob überhaupt, das diese Seite die nächsten Tage ihren Winterschlaf hält. Kommen die einen von der Messe zurück, bereichert mit schönen Erfahrungen, fahren die anderen zur Messe los. Nicht Frankfurt, Düsseldorf wird mein Ziel sein.
Seltsam sich an unterschiedliche Verhaltensregeln zu gewöhnen. Gehe oder komme ich sonst, sage ich „Hallo“ oder „Ciao, bis dann“. Gilt das im world wibe web nicht, hab ich etwas nicht mitbekommen? Gibt es einen www-Knigge, muss es den geben? Ich glaube, wir haben für alles und jedes genug Vorschriften – also, keinen www-Knigge, jeder macht es so, wie er es für richtig hält.
Ich mache jetzt brav hinter mir die Türe zu und sage, „Tschüss, ihr Lieben, bis in 14 Tagen“
auf dem Bild unten, sind die „Hoffnungen“ der Menschen. Ein „Doppelklick“ auf das Bild, macht sie sichtbar. Wünsche und Hoffnungen irdischer Wesen an ein Überirdisches.
von Caro
Es ist vielleicht 3-4 Monate her, da hatte ich mich auf einem blog mokiert, aus welcher emotionslosen Distanz Jugendliche das Geschehen des Holocaust betrachten. Der junge Mann antwortete mir, wenn ich was sehen will, brauche ich nur in der Gegenwart zu bleiben – auch dort wird vieles erkennbar.
Es war, als hätte mich jemand angestoßen und gesagt: „ Hey, wach auf“. Und tatsächlich, ich war so in meine Geschichte vertieft, das ich die Gegenwart nicht mehr sah. Und jetzt, wie hat die Vergangenheit die Gegenwart eingeholt! Am Rhein, dort, wo sich zwei Bundesländer gegenüberstehen, standen sich jetzt auch zwei Länder gegenüber.
Ein seltsames Gefühl in mir, dass ich nicht beschreiben kann, begleitet mich. Es ist noch kein Jahr her, als mir ein nahestehender Bekannte (er war noch jung, er hätte aber auch alt sein können) sagte: „Die sollen ihm bloß nicht zu Nahe kommen. Fahren dicke Autos, zocken in den Disco`s rum und blasen sich auf, als wäre die Stadt ihnen.“
Ich konnte damals nicht mit ihm darüber sprechen. Ich frage mich, wieso nicht?
Und während ich darüber nachdenke, sehe ich nochmal seine Augen –die Augen, die voller Hass sind - der Hass, der immun jeder Verständigung ist. Und das bedrückende daran ist, dieser Hass hatte nichts, und überhaupt nichts, mit den Fahrern der dicken Autos zu tun, obwohl sich alles gegen diese richtete.
Dieser Hass hatte die unausgesprochene Botschaft, wie ungerecht doch diese Welt ist, denn eigentlich stünde ihm das dicke Auto zu, und in seiner Stadt habe nur er das Recht, die Sau raus zu lassen.
Ich konnte ihm damals nicht sagen, das für seinen bisher nicht geglückten Lebensplan nicht die Anderen die Schuld tragen, – Nicht die, die dicken Autos fahren.
Ich konnte ihm auch nicht sagen, dass der von ihm ersehnte Lebensplan eine materielle Fata morgana ist – das darin, zwischen Fantasie und Realität, es erst das Eigene zu finden gilt.
Mein Haus, mein Auto, mein Boot – und er wird bald hat Hartz IV haben.
Nicht selten habe ich das Gefühl, mich in einer spanischen Tierkampfarena zu befinden. Da steht jemand, wedelt mit einem roten Tuch, und ich, wie ein Stier, reagiere erwartungsgemäß. Ziehe die Luft tief durch meine Nüstern, stampfe auf, nehme mein ganzes Kampfgewicht zusammen und stürme los – auf das rote Tuch.
Das uns Menschen gegebene Besondere, mit Milliarden von Synapsen durchdrungene Gehirn, ist in diesem Moment nicht existent, blutleer, ohne jegliche Sauerstoffversorgung hat es seinen Dienst komplett eingestellt. Ein törisches, tierisches oder menschliches Verhalten?
Aber das rote Tuch wird ja gehalten, von einem Menschen, der damit von sich auf das Tuch ablenkt. Und das rote Tuch zu nehmen und es zu benutzen hat in der Arena in der letzten Konsequenz nur eine Absciht – zu verletzen, zu töten.
Worüber ich nachdenken musste ist nicht allein, nicht wie ein Stier in diesen Situationen zu reagieren. Das kann man, glaube ich, mit etwas Achtsamkeit und Übung, schrittweise erlernen. Schwieriger halte ich die Frage, sich selbst zu beantworten, wer hat als erster das rote Tuch in die Hand genommen – wer ist Torrero und wer ist Stier?
Damit meine ich auch, mich immer in der einen oder anderen Position sehen zu können. Aber hinten, ganz weit hinten, gab es einen Moment, wo das rote Tuch aufgenommen wurde. Von wem?
Und allein im mich stellen wollen und können dieser Frage, aus der lauten, tosenden Arena hinauszugehen, sich in Ruhe bei einem Capuccino oder einem Fuder Stroh zu besinnen, verliert der blinde Wille zum Kampf von Gedanke zu Gedanke seine Kraft.
Oft bin ich in den letzten Jahren umgezogen, oder herumgezogen, real und virituell. Ich bin, oder bin ich, „Auf der Walz“? Vieles spricht dafür. Ist das mein freier Wille? Ich glaube nicht.
Oft habe ich auch den blog neu eingerichtet, laienhaft, aller Ehrgeiz des Stylings ist mir fremd geworden – auf Inhalt und blogroll richtet sich mein Blick.
In der blogroll habe ich die vermeitliche „Freiheit“, die links zu platzieren, die ich will. In dieser Wahlfreiheit haben beide Aussagen nach meinem Emfpinden ihre Gültigkeit:
„Tun zu können, was man will“ und „Nicht tun zu müssen, was man nicht will“.
Aber die blogroll ist keine wahre Wahlfreiheit. Wenn ich die links einem nach dem anderen eingebe, erscheint vor meinem geistigen Auge eine Person dazu. Wenige davon kenne ich persönlich. Es sind die, in deren Umgebung ich mich wohl fühle, ausgewählt aus vielen hundert Seiten (Saiten). „Manchmal“ reicht das Layout eines blogs, und ich weiß, hier werde ich nicht warm. Andere bekommen den Status „bobachtungswert“ und in wenigen fühle ich mich direkt wie „zu Hause“.
Wie in „meinem zu Hause“. Für mich ist die blogroll der Ausdruck meines Inneren. So wandele ich den Spruch „Willst du einen Menschen erkennen, gib ihm Macht“ auf unsere Neuzeit um:
„Willst du einen Menschen erkennen, schau auf die blogroll“.
Ich gebe zu, sehr poetisch klingt das nicht, ja, ich würde sogar sagen, es klingt überhaupt nicht poetisch. Aber wie schon oben erwähnt, Styling ist im Moment nicht mein Ding.
wissen, daß Details in Umzügen ihre Zeit benötigen. So auch hier.
Zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung können doch erhebliche Differenzen entstehen, so meine Empfindung. Für mich stellt sich die Frage, wo und wie sieht wohl die in der Mitte liegende Wahrheit aus?
Ohne jede Bewertung stelle ich erst einmal nur für mich fest, das ich absolut keine Ahnung einer sich auch nur annähernden Antwort habe. Ein Bauchgefühl habe ich dazu – und wenn ich auch dazu tendiere, diesem aufrichtiges Gehör zu schenken, sind auch Bauchgefühle das Sammelbecken von Traditionen, Konventionen, Lernerfahrungen.
Und gerade diese versuche ich zu hinterfragen, wo sind es nützliche und für mich richtige Wegweiser, und wo verbergen sich hinter diesen von mir falsch verstandene Modelle. So mag vielleicht mit „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“ etwas ganz anderes im Ursprung gemeint gewesen sein, als das, was ich heute hineininterpretiere. Und dies gilt für viele, „Ohne Fleiß, kein Preis“, und wie sie alle heißen, die mir seit frühester Kindheit vermittelten Orientierungen.
Der Nachteil bei diesem Infragestellen ist, dass der feste Boden unter den Füßen nachgibt, Unsicherheiten ihren Platz einnehmen – ein Gefühl, dass glaube ich, bei allen Menschen Unbehagen hervorruft.
In unsicheren Phasen, so sehe ich es für mich, sind feste Standpunkte nur Vorgetäuschte.
Auch darin sehe ich einen Sinn, denn wenn ich auch unsicher stehe, aber einen Standpunkt brauche ich schon – Selbstschutz.. Was ist also wahr, und was ist erst auf dem Weg, eine erste Wahrheit zu werden.
Ist in diesen Prozessen, wahre „Wahr“-nehmung überhaupt möglich, ob Fremd oder Selbst?
Mir wird in diesen Gedanken bewusst, dass ich Meinungen und Standpunkte, von mir oder Mitmenschen, nicht als feste und unumstößliche Lebenseinstellungen einordne sollte. Sie sollten von mir die Chance bekommen, als fließende Übergänge von Phase zu Phase gesehen zu werden.
„Das Leben ist im Fluß“ nie steigt man aus, wo man vorher eingestiegen ist. Der Fluß wird immer ein Anderer, ein Neuer sein.

