In meinen Beiträgen stelle ich öfters fest, dass mich Irgendetwas beschäftigt und ich versuche, diesem in meinem Beitrag näher zu kommen. Dabei habe ich auch schon die eine oder andere Erklärung oder Lösung gefunden und beschreibe diese auch, doch insgesamt bleibt der Beitrag in sich unvollständig. Was das „Fehlende“ zur weiteren Vervollständigung ausmacht, weiß ich dabei nicht.

Diese halbrohen Auseinandersetzungen werden, nach meinem Verständnis, erst durch die Gedanken und Kommentare der Leser zu einem bekömmlichen und verdaulichen Gericht. Es geht mir bei vielen Beiträgen darum, dem Leser zu zeigen: An diesem Thema stricke ich jetzt und das, was ihr lesen könnt, ist mein Stand der Dinge. In diesen Themen sind Kommentare nicht mein Wunsch nach Anerkennung. Es ist, wenn auch nicht ausgesprochen, meine Bitte, mich einer Lösung näher zu bringen, im Idealfall sogar der Lösung selbst.

Kommentare sind also eine Ergänzung der Denkmodelle, wobei jeder nicht geschriebene Kommentar mir eine Erweiterung vorenthält. Dies ist das eine, was der Kommentar dem Beitragsschreibenden schenkt. In meinen Kommentaren, die ich wiederum schreibe, beschäftige ich mich mit dem Thema das mich angesprochen hat, und dabei komme auch ich in meiner Welt meinen Lösungen näher.

Dies, bis hierher, alles nichts Neues, was jeder schon wusste. Dennoch möchte ich Kommentare in diesem Beitrag in zwei klare und verschiedene Kategorien trennen:

Das eine sind die, die den verschiedenen Bestrebungen nach Anerkennung nachkommen – das andere, die dem verstandenen Wunsch des Schreibers und des Lesers nach Erweiterung „dienen“.

So erfahre ich erst häufig durch Kommentare, wie groß das Feld noch ist, das es zu beackern gilt. Es bleibt also noch viel Arbeit, den rohen Stein zu behauen.